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Safe for work: Diese neue Reise-Suchmaschine ist ein Spreadsheet

Kayak at work

Kayak at work

Dienste-Anbieter müssen in der digitalen Welt viele Kanäle und Medien bedienen, um ihre Nutzer dort zu erwischen, wo sie gerade unterwegs sind. Websites, mobile Websites, Apps, E-Mails, selbst Chat-Clients wie WhatsApp oder Facebook Messenger sind inzwischen digitale Schaltzentralen für News, Services und Einkäufe. Die Travel-Site Kayak hat diesem Medien-Mix nun ein weiteres Mitglied hinzugefügt: ausgerechnet eine Tabellenkalkulation!

Das neue Angebot richtet sich gezielt an diejenigen, denen der Aktenstapel auf Arbeit über den Kopf wächst: Man will einfach woanders sein, nur raus hier – aber während der Arbeitszeit zu offensichtlich vom nächsten Urlaub zu träumen kommt beim Chef vielleicht doch nicht ganz so gut an.

Hier kommt Kayak at Work ins Spiel – die Reise-Website funktioniert genau so wie andere Portale und das klassische Angebot von Kayak auch – mit Suche, Filtermöglichkeiten, Trefferliste und Details zu den Flügen, Unterkünften und Reiseangeboten und natürlich der Buchungsstrecke – nur wird über die gesamte Plattform hinweg das Erscheinungsbild einer Tabellenkalkulation simuliert.

Kayak verspricht damit das Undercover-Stöbern in Urlaubsangeboten während der Arbeitszeit. Bei einem flüchtigen Blick auf den Bildschirm scheint man in wichtige Zahlen vertieft, die man aus der aktuellen Statistik extrahiert und für eine Präsentation aufbereitet. In Wirklichkeit aber sucht man Flüge und Hotels. Als optisches Vorbild diente ziemlich offensichtlich Google Sheets, das kollaborative Tabellenkalkulations-Tool von Google.

Laut Kayak finden die meisten Reise-Suchen an Werktagen Dienstags statt mit einem Schwerpunkt zwischen 11:00 und 15:00 – und nur ein Drittel dieser Suchen erfolgt über einen mobilen Browser. Insofern könnte es wirklich eine pfiffige Idee sein, den Zugang zum eigenen Angebot in diesen Zeitfenstern einfacher – und in diesem Fall heimlicher – zu gestalten.

Der Dienst ist derzeit in Deutschland noch nicht verfügbar. Wer also wie wir das Angebot einmal ausprobieren möchte, simuliert am besten einen Standort in den USA über ein Browser-Plugin wie z.B. hola! VPN.

Wir finden: Eine ungewöhnliche und kreative Idee, die eigenen Inhalte an den Nutzer zu bringen. Mit etwas Fantasie lässt sie sich der Ansatz vielleicht auch auf Immobilienportale oder die Suche nach dem neuen Auto übertragen. Allerdings kommen diese Angebote – anders als die Suche nach Flügen – ohne aussagekräftige Fotos nicht ohne weiteres aus. Für ein Jobportal käme das schon eher in Frage – da raten wir aus offensichtlichen Gründen aber doch eher zur Vorsicht.

Foto: Screenshot kayak.com