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Die Zukunft des Online-Shops: Magento Imagine Konferenz 2017

Magento Imagine Konferenz 2017

Anfang April 2017 fand unter den Motto „Powering Tomorrow“ wieder die offizielle Magento Imagine Konferenz in Las Vegas statt – mit fast 3.000 Teilnehmern aus über 50 Ländern. Die Vertreter der internationalen Magento-Szene fanden sich zusammen, um sich über die aktuellen Fortschritte der e-Commerce-Plattform und die geplanten nächsten Schritte für das große Online-Shop-System auszutauschen. Die wichtigsten Neuerungen haben wir für euch im Artikel zusammengefasst.

Während die letztjährige Imagine Conference ganz im Zeichen der damals noch jungen Magento-Version 2 stand, ging es dieses Jahr schwerpunktmäßig um  Zusatzprodukte und Erweiterungen, die sich nahtlos in das Magento-Ökosystem integrieren und dieses um signifikante Funktionen erweitern. Damit sollen Online-Händlern aller Branchen und Umsatzgrößen angesprochen werden und mit diesen Tools bessere Online-Shops bauen und betreiben können.

Magento B2B

260.000 aktive Online-Shops werden aktuell mit Magento betrieben und erwirtschaften Umsätze von weltweit mehr als 100 Milliarden Dollar. Damit steht es unangefochten an der Spitze der E-Commerce-Systeme. Für seine gut 3.500 Enterprise-Kunden bietet der Online-Shop im Rahmen der Enterprise Edition bald zusätzliche Features ohne Mehrkosten:

  • Ausgereiftes Rollen- & Rechtesystem mit Multi-Firmenaccounts
  • Quick Order & Nachbestelllisten
  • Angebotsanfrage & Angebotsmanagement
  • Unterstützung von individuellen Produktkatalogen pro Kunde
  • Multi-Brand und Ländershop-Lösungen

Magento Business Intelligence

Das Business Intelligence Tool (ehemals Magento Analytics) bietet Händlern und Herstellern eine umfangreiche Business-Intelligence-Lösung als Teil der Magento Commerce Plattform. Durch wesentliche Neuerungen und Erweiterungen soll der Einblick in das eigene Geschäft deutlich erweitert werden. Umsatz- und Warenkorbgrößen sind dann nicht mehr die einzigen relevanten Key Performance Indikatoren, ausführliche Analysen und Reports kein Problem mehr:

  • Individualisierbare Dashboards mit schicken Visualisierungen
  • Standardmäßig 5 vorkonfigurierte Dashboards mit 75 Reports
  • Customer Lifetime Value Analysen
  • Detaillierte Sales-Statistiken
  • Integrierter SQL-Report-Builder
  • Zusammenführung mit Daten aus Web Analytics (z.B. Google Analytics) und ERP-Systemen (Enterprise Resource Planing)
  • Export als Excel- und CSV-Dateien

Magento Social

Mit Magento Social soll die Integration des eigenen Produktangebots in Social Media Kanäle ein Kinderspiel werden. So lässt sich zum Beispiel ein Shop-Tab mit dem passenden Sortiment in die Facebook-Seite des eigenen Unternehmens integrieren. Damit dient Facebook als Channel zur Erhöhung der Reichweite und der Magento-Shop als Conversionziel für diesen Traffic. Auch produktbezogene Werbeanzeigen für die Social Platform lassen sich leicht erstellen. Magento Social kann kostenlos heruntergeladen werden. Es ist sowohl für die Community als auch für die Enterprise Edition von Magento 2 verfügbar.

Content Management

Mit der Einführung umfangreicher CMS-Funktionen, die für Ende des Jahres angekündigt wurden, möchte Magento seine Fähigkeiten Richtung Enterprise Content Management System erweitern. Seiten sollen sich dann ganz einfach erstellen und per Drag & Drop mit verschiedenen Widgets bestücken lassen. Dass dies die Kombination der Shop-Lösung mit mächtigen CMS-Systemen wie TYPO3 für anspruchsvolle Shop-Betreiber tatsächlich obsolet machen könnte ist allerdings wohl eher nicht zu erwarten.

Fazit

Magento – vor etwa 10 Jahren als de facto Standard der Open Source-Shoplösungen gestartet – entwickelt sich spätestens seit Magento 2 deutlich in Richtung Enterprise-Software für mittlere bis große Shop-Projekte und ist dort mittlerweile gut etabliert. Die größten Magento-Shops erzielen international jährliche Online-Umsätze von mehreren 100 Millionen Dollar. Das dürfte die Leistungsfähigkeit der Software eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Durch den Einstieg von strategischen Investoren verfügt Magento über die finanziellen Mittel, um Produkt und Ökosystem entscheidend voranzutreiben. Strategisch wichtige Positionen im Unternehmen – insbesondere im Bereich Marketing und Produktentwicklung – konnten hochkarätig besetzt werden, so dass Magento auch hier sehr gut aufgestellt ist. Als Beispiel sei Andrea Ward genannt, die als neue Marketingchefin von Oracle zu Magento gewechselt ist.

Die Weichen sind klar auf Wachstum und Ausrichtung auf das Enterprise-Segment gestellt. Allerdings wird wohl nicht jedem die damit einhergehende erhöhte Komplexität und geforderte Flexibilität gefallen. E-Commerce-Einsteiger mit kleinen Shops sollten daher alternative Lösungen zumindest ernsthaft in Betracht ziehen.

Foto: Pixabay, Pexels