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Es werde Weiß – Gedanken zum SPIEGEL ONLINE Rebrush

SPIEGEL ONLINE ist eines der größten Nachrichtenportale Deutschlands – so kommen wohl die meisten von uns regelmäßig mit dem Online-Angebot oder den mobilen Apps in Kontakt – beide wurden nun in einem Rundumschlag generalüberholt.

Das haben wir uns natürlich einmal genauer angesehen – hier unsere ersten Eindrücke:

Mobile first: Die Site präsentiert sich klarer und übersichtlicher als vor dem Rebrush. Den Einfluss des „mobile first“ Prinzips spürt man allerorten. Selbst die Desktop-Version wirkt stark von Tablet-Gestaltungsprinzipien beeinflusst. Damit bietet sich Device-übergreifend ein harmonischer Gesamt-Eindruck. Der Sticky Header ist nützlich und ermöglicht jederzeit schnellen Zugriff auf die Rubriken-Navigation.

Nicht responsive: Nach wie vor gönnt man sich eine separate mobile Version der Website. Dies macht zwar häufig mehr Aufwand, ermöglicht aber, noch spezieller auf die Bedürfnisse der Nutzer an mobilen Bildschirmen einzugehen. Kann man machen, im Falle eines Nachrichtenportals sollte ein responsive Ansatz aber durchaus drin sein.

Fokus und mehr Weißraum: Klare Formen, mehr Weißraum, Reduktion auf das Wesentliche – SPIEGEL ONLINE folgt hier einem generellen Design-Trend, der den Content in den Mittelpunkt stellt und auf gestalterisches Schnick-Schnack verzichtet. Auf großen Bildschirmen wird die verfügbare Fläche leider nicht optimal genutzt – der Content steht nicht zentriert und nimmt sich nur wenig des verfügbaren Platzes.

Bewegtbild: Videos und multimediale Inhalte erhalten eine noch größere Bühne – direkt auf der Startseite der Desktop-Version findet sich nun ein großes Video-Fenster.

Fazit: Wir finden den Rebrush grundsätzlich einen Schritt in die richtige Richtung. Dennoch: die Site könnte gestalterisch mutiger sein – die neue, eigens kreierte SPIEGEL-Schrift ist irgendwie nicht richtig gut lesbar und Farbakzente fehlen auch großflächig. Vor allem die Desktop-Version sollte aus Ihrem schmalen 860-Pixel-Korsett befreit werden und mehr Platz bekommen – für moderne Story-Telling-Formate ist das einfach zu wenig. Und: Das prägnante alte Spiegel-Logo werden wir etwas vermissen. An die neue schlichte Version mit roter Schrift auf weißem Grund müssen wir uns erst noch gewöhnen.

Foto: Screenshot spiegel.de