Mobile-First - Die Zukunft des Webdesign ist mobil

Der Begriff „Mobile First” beschreibt ein wichtiges Konzept für das Webdesign. Bei der Konzeption wird zuerst eine für mobile Endgeräte optimierte Version entwickelt. Dazu zählen Smartphones und Tablets. Darauf aufbauend wird anschließend für andere Bildschirmvarianten, wie z. B. für Desktop-PCs, das Designkonzept entwickelt. Aber warum ist es für die Nutzer und die Google-Suchmaschinenoptimierung so wichtig?

Mehrere Bildschirme

Wenn es nach John Müller, dem Senior Webmaster Trends Analyst von Google ginge, würde er am liebsten nur einen einzigen EINTrag in der Suchergebnisliste von Google anzeigen. Dieser eine EINTrag sollte dem User das perfekte Ergebnis zu seiner Suchanfrage liefern.

Website-Betreiber stehen vor gewaltigen Herausforderungen, den Vorstellungen von Google gerecht zu werden, um bei bestimmten Keywords zu den ersten Suchergebnissen in der Suchergebnisliste zu gehören. Neben der Beachtung der über 200 Rankingfaktoren ist es für sie wichtig, die Wünsche der Zielgruppe und deren Trends zu verstehen. Nutzt die Zielgruppe neuerdings verstärkt die Sprachsuche? Ist sie fasziniert von den Möglichkeiten, die ihnen Augmented Reality bietet? Oder ist gerade ein bestimmtes soziales Medium im Trend?

Es ergeben sich für sie eine Menge Stellschrauben, die regelmäßig nachgezogen und nach einer gewissen Zeit vielleicht sogar komplett ersetzt werden müssen. Laut einer Hubspot-Umfrage hielten 25 Prozent der 3.400 befragten Marketeer die Optimierung für Mobilgeräte für die wichtigste Taktik bei der Suchmaschinenoptimierung.

Denken Sie Mobile First

Doch was wird denn unter „Mobile First“ genau verstanden und wieso sollten Sie es zwingend immer im Auge behalten?

Ob im Café, an der Bushaltestelle oder in der Pause zwischen den Meetings, wir sind es inzwischen gewohnt, mal eben schnell die Zeit mit unseren Smartphones im INTernet verbringen. Laut Facebook nutzen etwa 80 % der Nutzer nur noch die App und Google vermeldet sogar über 80 % an Nutzern, die über ihre mobilen Geräte eine schnelle Antwort auf ihre Wünsche fordern. Auch wenn Sie vielleicht nicht die Ambition haben, zu einem Giga Tech wie Facebook oder Google zu werden, sollten Sie die Entwicklung der Global Player als Trendsetter ernst nehmen und daraus die richtigen Handlungsweisen für Ihr Unternehmen ableiten.

In der Vergangenheit nutzte Google für den Index hauptsächlich die Desktopversion des Seiteninhalts, um die Relevanz einer Seite für die Anfrage eines Nutzers zu bewerten. Seit Juli 2019 nutzt Google die Mobile First-Indexierung. Das bedeutet, dass die mobile Version der Inhalte einer Website für die Indexierung und das Ranking entscheidend ist. Werden Inhalte schlecht oder gar nicht in der mobilen Version angezeigt, stuft Google die Seite herunter. Für ältere Websites gab es noch eine Gnadenfrist. Doch diese ist inzwischen aufgebraucht. Für sie bedeutet dies, egal ob im B2C- oder im B2B-Bereich, dass die mobile Ansicht Ihrer Website zwingend Priorität haben sollte. Das Stichwort sollte darum für Sie heißen: Nutzen Sie Responsive Webdesign! Das bedeutet, dass Ihre Inhalte von den Nutzern auf jedem Gerät – egal ob Smartphone, iPad oder Notebook – leicht und bequem konsumiert werden können. Wenn Sie das bedenken, werden Sie nicht nur von Google mit einem Bonus im besseren Ranking belohnt, sondern auch von den Nutzern geschätzt.

Es gibt zwei zentrale Rankingfaktoren, die mit dem Thema Mobile First eng verzahnt sind:

  1. Die Ladezeit Ihrer Website
  2. Die mobile Benutzerfreundlichkeit Ihrer Website

Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar Tipps geben, die Ihnen helfen werden, Ihre Seite mobilfreundlich darzustellen, um der Vision von John Müllers Vision von der perfekten Suchanfrage näherzukommen.

Verbessern Sie die Ladezeit

Die Nutzer sind es heutzutage gewohnt, in Bruchteilen von Sekunden ihr Ergebnis angezeigt zu bekommen. Statistiken zufolge springen nach drei Sekunden etwa 80 Prozent der User ab. Mehr als fünf Sekunden geduldet sich kaum ein User mehr. Etwa die Hälfte der Nutzer erwartet, dass eine Website innerhalb von zwei Sekunden vollständig geladen ist. Jede weitere Sekunde reduziert die Conversion-Rate um wenigstens 7 %. Es ist daher immens wichtig, die Ladezeit so gering wie möglich zu halten. Im besten Fall bleibt die Zeit unter der magischen Schwelle von einer Sekunde. Beachten Sie dabei, dass Menschen, die unterwegs sind, nicht immer die beste INTernetverbindung haben und oftmals ungeduldig sind.

Unabhängig von der Größe des Displays stehen Webdesigner bei einer mobilen Seite vor einer anderen Herausforderung als bei einer Desktop-Variante und müssen sich den Ansprüchen der INTernetnutzer anpassen. Die schlanke Struktur, die sich nur auf das Wesentliche beschränkt, sollte hierbei als Chance gesehen werden. Durch den Mangel an Raum kann sich auf das Wesentliche konzentriert werden. Das Layout kann übersichtlicher und benutzerfreundlicher gestaltet werden. Verzichten Sie auf unnötig große Bilder, die Ihre Ladezeit kaputt machen. Verwenden Sie möglichst komprimierte Bilder. Eine Qualität von 60 bis 80 % bei JPG ist in den meisten Fällen völlig ausreichend. Zudem sollten die Bilder nur in Ausnahmefällen 150 Kilo Byte überschreiten. Versehen Sie alle ihre Bilder mit Alt-Texten. Ein kleiner Kniff, der schnell getan ist, jedoch von vielen vernachlässigt wird und für Ihr Google Ranking essenziell ist.

Nutzen Sie regelmäßig das Tool „Google Page Speed“, um Ihre Ladegeschwindigkeit zu überprüfen und zu verbessern.

Optimieren Sie Ihre Inhalte für Smartphones

Denken Sie schon bei dem ersten Design-Entwurf daran, wie es sich auf einem Smartphone anfühlen und bedienen lassen soll. So machen Sie aus der Schwäche des Platzmangels eine der größten Stärken des Mobile First Ansatzes. Das mobile Format bietet Ihnen besondere Möglichkeiten, um Ihr Zielpublikum zu erreichen.

Beachten Sie, dass die Fingerkuppen Ihrer User eine bestimmte Größe haben und die Schaltflächen daher gut erkennbar und klickbar sein sollen. Google achtet darauf, dass die Buttons genügend Platz auf dem Handy haben und die Schrift gut leserlich ist. Regelmäßige A/B-Tests helfen dabei, die optimale Größe, Position und Farbe der Buttons zu ermitteln. Der A/B-Test ist eine Testmethode zur Bewertung zweier Darstellungsvarianten, bei der die Originalversion gegen eine leicht veränderte Version getestet wird. Mit einem Plugin wie Yoast für SEO können Sie sich Ausschnitte Ihrer Website in der mobilen und in der Desktop-Variante anschauen. Das kann Ihnen Einblicke liefern, wie die Website verbessert werden kann. Vergleichen Sie auch Ihre Rankings für Desktop und Mobil in der „Google Search Console“. Die Tools und Berichte der Google Search Console unterstützen Sie dabei, den Google Suche-Traffic der Website und deren Leistung zu messen. 

Bei aller Optimierung – den Inhalt nicht vergessen

Aufgrund der Änderungen des Google Algorithmus der letzten Jahre sollten Sie bei der Gestaltung Ihrer Inhalte den Mobile First Ansatz zwingend berücksichtigen. Gleichwohl Sie Ihre Inhalte nach diesem Paradigma entwickeln sollten, sollten sie nicht an Inhalten sparen. Texte, Bilder, Grafiken und andere Inhalts-Elemente sind nach wie vor wichtig für die Relevanz Ihrer Website.

Neben responsivem Design und den technischen Anforderungen ist zwingend ein starker Inhalt das Kriterium für ein optimales mobiles Nutzererlebnis. Setzen Sie auf eine leichte Lesbarkeit und prägnanten Content, sodass Ihre Inhalte auf einem kleinen Bildschirm leicht konsumierbar sind. Unterstützen Sie die Nutzer mit kurzen Textblöcken, mit prägnanten Überschriften und optimalen Textformatierungen, um die schnelle Erfassung der Inhalte zu erleichtern.

Wenn Sie das alles beherzigen, wird Sie nicht nur Google mit einem guten SEO-Ranking belohnen, sondern Ihre Nutzer werden es Ihnen danken.

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