8 SEO-Tipps für Ihre TYPO3-Website

Wo versteckt man am besten eine Leiche? Vorschlag? Na auf der zweiten Seite von Google natürlich. So lautet ein beliebter Witz unter SEO-Manager:innen und Online Marketer:innen. Auf den ersten Blick mag das vielleicht etwas albern klingen. Der Scherz ist für Sie jedoch nicht so lustig, wenn man folgendes bedenkt: Die Suchergebnisse ab der 4. Position bei Google, werden nur noch lediglich von fünf Prozent der User geklickt.

Für Sie ist es daher essenziell, die oberen Ränge einzunehmen, damit Sie den wertvollen Traffic nicht kampflos an die Konkurrenz abgeben. In unserem Blogartikel möchten wir Ihnen einige SEO Tipps geben, mit denen Sie Ihre Webperformance mit TYPO3 nachhaltig verbessern können.

TYPO3 SEO
SEO-Tipps für TYPO3-Websites

Und so funktioniert SEO-Optimierung mit TYPO3: Seit TYPO3 v9 stehen bereits in der Grundinstallation wichtige SEO-Aspekte wie Meta-Daten, Canonicals, sprechende URLs, Sitemap.xml und Open Graphs zur Verfügung. Title, Description, Alt-Tags und Keywords können Sie so überall einfach pflegen. Bei früheren Versionen von TYPO3 konnten man Websites nur mithilfe von Extensions für Suchmaschinen optimieren. Sprechende URLs wurden zum Beispiel mit den Erweiterungen “realurl” oder “cooluri” erstellt.

 

Die Tipps im Überblick:

  1. Ladegeschwindigkeit
  2. Sturkturierte Daten
  3. robots.txt, canonical tag und XML Sitemap
  4. Umleitungen und 404-Fehlerbehandlung
  5. hreflang-Tag
  6. Mobile Optimierung 
  7. URL-Optimierung und Schlüsselwörter
  8. Alternativtext
  9. Bonus: SEO, Social Media und Google Ads

8 Punkte, die Sie für Ihr SEO beachten sollten

1. Optimieren Sie die Ladegeschwindigkeit der Website

Unsere Aufmerksamkeitsspanne wird bekanntermaßen immer kürzer und wir sind es gewohnt in Bruchteilen von Sekunden eine übersichtliche Seite vorzufinden, auf der wir uns mühelos zurechtfinden. Websites, die lange laden oder unsauber strukturiert sind, bedeuten verheerende Verluste Ihres Traffics. Studien besagen, dass etwa ein Drittel der potenziellen Kund:innen nach 3 Sekunden Ladezeit die Website wieder verlassen. 

Nach 5 Sekunden springt ein weiteres Drittel ab. Tools wie Screaming Frog, Google Lighthouse oder Page Speed Insights helfen dabei, die Seite auf Performance zu untersuchen und Schwachstellen aufzuzeigen. Die Ladegeschwindigkeit Ihrer Seite stellt einen wichtigen Eckpfeiler der SEO-Leistung dar. Nutzen Sie am besten mindestens eines der zahlreichen Tools, die es am Markt gibt und überprüfen Sie die Ladegeschwindigkeit, sowohl auf dem Desktop als auch auf dem Smartphone und Tablet. TYPO3 stellt mit einem sauberen Quellcode und einer engagierten Community bereits ein SEO-freundliches Nutzererlebnis sicher. Ab Version 9 stehen Ihnen sämtliche Einstellungen für einen gelungenen SEO-Auftritt zur Verfügung. Yoast-SEO oder Meta-Extensions sind zudem beliebte Extensions. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht, über verschiedene Extensions, die für Ihre Webperformance hilfreich sein könnten.

Achten Sie auf eine strukturierte Seite und halten Sie Ihre Bilder so klein wie möglich. Eine Agentur kann Ihnen helfen, die Schwachstellen Ihrer Website aufzuzeigen und die Ladezeit so gering wie möglich zu halten.

2. Nutzen Sie die Kraft strukturierter Daten

Was die Suchmaschinenoptimierung betrifft, sind wir im Zeitalter der Semantik angekommen. Für Google sind Entitäten und Markenaufbau wesentlich entscheidender als die reine Abdeckung einzelner Keywords. Versuchen Sie deshalb nicht, Ihre Texte mit unzähligen Keywords vollzustopfen. Fokussieren Sie sich lieber darauf, zu Ihrem Themengebiet und Ihrer Nische sämtliche Fragen und Suchintentionen der User abzudecken. 

Außerdem sollten Sie bedenken, dass etwa 15% aller Suchanfragen für Google komplett neu sind. Die Suchmaschine versucht bei jenen Begriffen, die noch nie in die Suchmaschine eingegeben wurden, die Suchintention des User mit den bisherigen Ergebnissen in Verbindung zu bringen. Strukturierte Daten bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihre Daten nicht einfach nur zu benennen, sondern einen Zusammenhang darzustellen. Wir möchten dies an einem kleinen Beispiel verdeutlichen:

Nehmen wir an, Sie möchten das Firmenlogo Ihres Unternehmens auf Ihrer Website platzieren. Zunächst bedeutet dies für die Suchmaschine, dass auf der Website ein Bild mit dem Namen des Firmenlogos existiert. Sie können mit den strukturierten Daten einen (JSON) Code hinzufügen. Das Snippet teilt der Suchmaschine nun mit, dass es sich bei dem Bild um Ihr firmeneigenes Logo handelt, das zu Ihrer entsprechenden Seite gehört. Mit den strukturierten Logodaten (Organization) stellen Sie sicher, dass das passende Logo zu Ihrem Unternehmen in den Suchergebnissen erscheint. Diese Art von Markup ist ein gutes Signal für die Algorithmen der Google Suche, dieses Bild in das jeweils angezeigte Knowledge Panel aufzunehmen.

Dadurch hat Google die Möglichkeit das Logo an unterschiedlichen Stellen (zum Beispiel Knowledge Graph, Studienangeboten usw.) bei anderen Suchergebnissen erneut anzuzeigen und Ihre Website mit anderen Suchanfragen in Verbindung zu bringen. So werden Suchergebnisfunktionen geboten, die eine optimale User Experience ermöglichen. Die Ergebnisse werden zum Beispiel in Karussels, Bildern und Toggles dargestellt. Die Extension TYPO3 Schema.org hilft Ihnen, die Power von strukturierten Daten zu entfalten.

3. Verwenden Sie robots.txt, canonical tag und XML Sitemap

Doppelte Inhalte sind Gift für die Webpräsenz und werden von Google abgestraft. Drei einfache Kniffe machen Sie immun gegen das SEO-Gift und helfen Ihnen dabei, Inhalte für die Suchmaschine so darzustellen, dass diese nicht abgestraft werden. Bei einer robots.txt Datei entscheiden Sie, welche Verzeichnisse, URLs und Seiten von den Suchmaschinen gecrawlt werden sollen und welche nicht. Dies wird in erster Linie genutzt, um eine Überlastung Ihrer Website mit Anfragen zu vermeiden. 

Damit verfolgen Sie nicht den Sinn, Ihre Webseite aus der Google Suche auszuschließen, sondern beugen doppeltem Content vor. Dies ist vor allem eine Gefahr, wenn Sie Seiten haben, die sich stark ähneln. Wir empfehlen Ihnen für die Erstellung des robots.txt den Robots.txt Generator. Dort können Sie die Adresse der Website eingeben sowie die Sitemap erstellen. Sie legen fest, welche Seiten oder auch Ordner nicht indexiert werden sollen und ob Crawler komplett ausgeschlossen werden oder nicht.

Wenn Ihre Seiten zum Beispiel sowohl über www. als auch ohne erreichbar sind, bietet sich ein 301-Redirect an. Damit wählen Sie eine der beiden deckungsgleichen Seiten aus, die von Google indexiert werden sollen und haben so keine Probleme mit doppeltem Content. Geben Sie diesen Code im Header-Bereich Ihrer Website ein.

<link rel=”canonical” href=”https: // example.com" />

So können Sie die Crawler darauf aufmerksam machen, dass nur die Original-Seite indexiert werden soll. Obgleich die Inhalte auf beiden Wegen erreicht werden können, wird der Inhalt so von Google als ein einziger Contentblock wahrgenommen. Die Sitemap einer Website  übermittelt den Crawlern die Struktur und den Aufbau. Diese enthält alle Seiten, die man im Index haben will und die mit dem Code 200 versehen sind. Diese Informationen sind für die Indexierung der Website notwendig. Der neue “SEO” Reiter erleichtert ab Version 9 Ihre Arbeit erheblich. Unter anderem können Sie die Sitemap direkt erstellen und anpassen.

Ältere Versionen müssen eine zusätzliche Extension verwenden, um eine Sitemap erstellen zu können. Dazu kann beispielsweise mc_googlesitemap im Extensionmanager installiert werden. Informieren Sie sich vorab, ob ihre TYPO3-Version robots.txt, canonical tags oder XML-Sitemap unterstützt oder ob sie eine Erweiterung benötigen, um sich zu schützen. Im TYPO3 Repository finden Sie eine Vielzahl an Extensions, die Ihnen diesbezüglich weiterhelfen. Beliebte HTML-Sitemap-Erweiterungen sind zum Beispiel df_seomenu, nkwsitemap und fl_seo_sitemap.

4. Achten Sie auf Umleitungen und die 404-Fehlerbehandlung

Die Fehlermeldung 404 macht Sie darauf aufmerksam, dass Ihre Seite nicht gefunden werden kann. Zum Beispiel, wenn die Datei verschoben oder gelöscht wurde. In diesem Fall wird standardmäßig eine TYPO3-Fehlerseite und eine leere Seite mit “404 not found” ausgegeben. 404 bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihren Besucher:innen eine Alternative zu geben, um Ihre Inhalte zu finden.

So können Sie zum Beispiel alternative Links anbieten, eine Sitemap einrichten oder eine Suchmaske erstellen, damit diese umgeleitet werden und keine leere Seite mehr vorfinden.

Erstellen Sie einfach eine 404-Seite in Ihrem Seitenbaum und konfigurieren Sie diese über Page > Site Management > Sites > Error Handling Tab. Kaputte Links werden von Google besonders schlecht bewertet und wirken sich negativ auf ihre SEO-Performance aus. Sollte eine ihrer URLs nicht funktionieren, kann eine Weiterleitung mit dem Code “301” ebenfalls hilfreich sein. Der Code dient, um auf eine neue URL weiterzuleiten. Wenn Ihre ehemalige URL nicht mehr existiert oder sich die URL einer Seite dauerhaft geändert hat.

Ab Version TYPO3 v9 steht Ihnen ein gutes URL Redirect Management unter dem Reiter “Site Management” und “Redirect” zur Verfügung.

5. Mehrsprachige Websites nicht ohne hreflang-Tags

Bei dem hreflang-Tag handelt es sich um ein HTML-Attritbut, mit dem Sie die Sprachen und die geografische Ausrichtung Ihrer Website festlegen. Sie sollten auf hreflang zurückgreifen, wenn Sie Ihre Inhalte einem internationalen Publikum zugänglich machen und eine mehrsprachige TYPO3-Website haben. Sie können auch sprachabhängige href-lang HTML-Tags konfigurieren, indem sie auf Go to Site Management > Sites > Languages >Add all-languages configurations gehen.

6. Mobile Optimierung

 User rufen heutzutage die Inhalte überwiegend auf ihrem Handy auf. Bedenken Sie, dass Smartphones weniger Speicherplatz für Bilder bereitstellt als ein Desktop. Damit Ihre Inhalte auch auf dem Smartphone gut aussehen, arbeiten Sie mobile first und gestalten ihr Layout im responsive oder adaptive Design. 

7.  Achten Sie auf URL-Optimierung und Schlüsselwörter

Unter “Registerkarte Metadaten” können Sie Schlüsselwörter für Ihre Seite einstellen. Dies bietet Ihnen die Möglichkeit, die wichtigsten Hinweise auf Ihrer Seite hervorzuheben. Eine URL-Optimierung ist deshalb sinnvoll, weil Keywords in der URL ein zentraler Rankingfaktor von Google darstellt. Kurze und beschreibende URLs können beim Linkaufbau und der Benutzerinteraktion helfen. Versuchen Sie bestmöglich das Hauptkeyword Ihrer Seite in die URL einzupacken.

8. Kleiner Kniff große Wirkung: Der Alternativtext bei Bildern

Damit Sie bei der Suchmaschinenoptimierung aus dem Vollen schöpfen können, sollten Sie auch Ihre hochgeladenen Bilder optimieren. Verwenden Sie einen Alternativtext, der den Inhalt Ihres Bildes kurz zusammenfasst. Dieser wird den Nutzer:innen angezeigt, wenn ein Bild nicht geladen werden kann. Obwohl dieser Punkt schnell gemacht ist und auf keiner SEO-Checkliste fehlen darf, wird er noch von zu vielen Websitebetreiber:innen nicht beachtet. Es gibt noch viel zu viele Bilder, die kryptisch gespeichert werden und für Google unleserlich sind.

9. Bonustipp: Blicken Sie über den Tellerrand hinaus: Mit SEO, Google Ads und Social Media starten Sie durch

Beim Thema Suchmaschinenoptimierung sollten Sie bedenken, dass es sich dabei um einen Marathon und keinen Sprint handelt. Ein langer Atem ist gefragt und die ersten Erfolge stellen sich meist erst nach Monaten ein. Ihre schweißtreibende Arbeit ist jedoch in den meisten Fällen von Erfolg gekrönt und Ihre Gewinne können, nachdem Sie den Break-even-Point erreicht haben, ein exponentielles Wachstum vorweisen. Bei vielen Projekten empfiehlt es sich, neben der Suchmaschinenoptimierung mit Google Ads zu arbeiten. Während die ersten Schritte in Richtung digitaler Marke im Bereich SEO sehr mühsam sind, stellt sich der Erfolg bei SEA relativ schnell ein. Mit einer gesunden Mischung aus beiden Bereichen nutzen Sie die Stärken beider Werbemöglichkeiten und profitieren von Synergieeffekten.

Die Kosten für Suchmaschinenoptimierung und Google Ads können von Zielsetzung und Branche sehr verschieden sein. Die Optimierung Ihrer sozialen Profile in den sozialen Medien stellt ein Pendant zur Suchmaschinenoptimierung dar. Obwohl der Aufwand eines gepflegten Social Media Profils nicht unterschätzt werden darf, lohnt sich die Arbeit unserer Meinung nach. User:innen wollen unterhalten werden und was schafft mehr Transparenz als einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens? Wieso sollte man die Chance ungenutzt lassen, mit seiner Zielgruppe direkt auf den sozialen Medien in Kontakt zu treten? Insofern Sie keine Lust auf regelmäßige Posts haben, Sie jedoch trotzdem ihre Zielgruppe in den sozialen Kanälen ansprechen wollen, lohnen sich an dieser Stelle Social Ads für Facebook, Instagram oder LinkedIn. Sollten Sie jene Kanäle wählen, die für Ihre Zielgruppe interessant sind, lassen sich ähnlich schnell positive Effekte wie bei der Suchmaschinenwerbung erzielen.

Fazit: 

Die Suchmaschinenoptimierung ist in der heutigen Zeit ein zentraler Punkt, der über Erfolg oder Misserfolg eines Webprojektes entscheidet. Wenn Sie die obigen Tipps befolgen, sollte sich dies positiv auf das Ranking in den Suchergebnissen auswirken. Neben den unzähligen Faktoren, die sich auf das Ranking auswirken, stellt die Wahl des geeigneten CMS ein wichtiges Instrument Ihrer Contentaufbereitung dar.

Das CMS TYPO3 steht seit seinem Erscheinen für höchste Stabilität und Sicherheit. Das CMS überzeugt mit einer Vielzahl an Anbindungen an externe Systeme wie SAP und der Möglichkeit verschiedene Portale wie Intranet, Extranet oder Warenwirtschaftssysteme miteinander zu verbinden. Mit über 5.000 Extensions lässt es sich beliebig erweitern und für jeden individuellen Geschmack anpassen. Das CMS ist lizenzkostenfrei und bereits die Grundinstallation hält eine Vielzahl an Möglichkeiten bereit, um Ihre Webpräsenz zu optimieren. Dank Multidomain und Mehrsprachigkeit zählt TYPO3 zum Standardrepertoire mittelständischer und großer Unternehmen, die Ihre Digitalisierungsstrategie voranbringen möchten.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unseren SEO-Tipps helfen können, Ihre TYPO3-Webpräsenz zu verbessern. Für Fragen lohnt es sich, an die TYPO3 Community oder an eine Agentur zu wenden.

 

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