WordPress vs. TYPO3 - Was ist das beste CMS?

Die richtige Aufbereitung Ihrer Inhalte ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Website. Nachdem Sie in der Planungs- und Konzeptionsphase Struktur und Umfang Ihres Contents ermittelt haben, stellt sich unweigerlich die Frage, welches Content Management System (CMS) für Sie das Richtige ist. Wichtige Aspekte bei der Auswahl des CMS sind Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit, Kosten, Flexibilität sowie die Anforderungen an Benutzerrechte und die internationale Ausrichtung Ihrer Inhalte. In unserem heutigen Vergleich lassen wir zwei sehr beliebte Open Source Content Management Systeme - WordPress und TYPO3 - gegeneinander antreten. Vorweg sei verraten: Einen klaren Sieger, "das eine" CMS, das allen Anforderungen gerecht wird, gibt es nicht. Vielmehr ergibt sich die am besten geeignete Lösung aus Ihrem Vorhaben und Anforderungen. Im Folgenden möchten wir zwei beliebte CMS- Systeme genauer unter die Lupe nehmen und Ihnen die Vor-und Nachteile von TYPO3 und WordPress darlegen. 

TYPO3 vs. Wordpress
TYPO3 vs. Wordpress (Foto: Anete Lusina, Pexels)

In der linken Ecke: TYPO3

TYPO3 ist ein Open-Source Content Management System, das 2001 von Kasper Skårhøj ins Leben gerufen wurde und seitdem für Stabilität, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit steht.  Mit über 500.000 Installationen und 5.000 Extensions erfreut es sich in Deutschland großer Beliebtheit. Hinter TYPO3 steht ein stetig wachsendes Entwicklerteam, das immerzu um Verbesserungen des Systems bemüht ist und anhand von Marktbedingungen und Kundenbedürfnissen Maßnahmen für Verbesserungen ableitet und regelmäßig eine neue Version des CMS herausbringt.

In der rechten Ecke: WordPress

WordPress wurde 2003 von Matthew Mullenweg als Software für Webblogs programmiert und wird seitdem als Open-Source-Projekt weiterentwickelt. Es ist gerade für kleinere Unternehmen mit einer Größe von bis zu 20 Mitarbeitenden geeignet. Durch zahlreiche Erweiterungen und Plug-ins hat es sich in den letzten Jahren zu einer guten Rundumlösung entwickelt. Im Gegensatz zu TYPO3, welches bereits in der Grundinstallation eine Vielzahl an Funktionen bereithält und nicht extra Erweiterungen dafür benötigt, zeigt sich hier jedoch eine Schwäche bei WordPress. 

Runde 1: Marktanteil & Sicherheit

TYPO3 kann mit einem Marktanteil von 2 Prozent neben WordPress mit einem Marktanteil von über 60 Prozent nicht wirklich punkten. Trotzdem muss es sich keineswegs hinter diesem verstecken. Die vermeintliche Schwäche des Systems kann sogar als Stärke gesehen werden. Durch den geringeren Marktanteil ist TYPO3 im Gegensatz zu WordPress kein beliebtes Ziel von Hackerangriffen. Außerdem wächst bei WordPress mit der Anzahl der verwendeten Plug-ins auch das Sicherheitsrisiko. TYPO3 integriert die robusteren Sicherheitsvorkehrungen und gilt als sicherer. 

Runde 2: Funktionsumfang

Im Bereich Funktionsumfang gibt es deutliche Unterschiede zwischen WordPress und TYPO3.

WordPress bietet mit Erweiterungen wie WooCommerce, German Market oder Stripe selbst kleinsten Unternehmen die Möglichkeit, einen Webshop zu integrieren und ihre Marketingstrategie voranzubringen. Zudem hat der sogenannte Gutenberg-Editor die Usability des Content-Management Systems noch einmal deutlich verbessert und es bleibt offen, welche Erweiterungen das CMS noch zukunftstauglicher machen werden.

Insgesamt hält die Grundinstallation von TYPO3 jedoch deutlich mehr Funktionalitäten bereit, die seltener weitere Erweiterungen benötigen. Durch die Anbindungen an größere ERP-Applikationen wie SAP stellen auch große Datenverarbeitungsprozesse keinerlei Probleme für das CMS dar. 

Runde 3: Geschwindigkeit

TYPO3 gilt als eines der mit Abstand schnellsten Open Source CMS auf dem Markt. TYPO3 erlangte im „annual state of the web report“ vom HTTP Archive einen Median Lighthouse Performance Score von 33 und übertrifft damit alle anderen PHP-basierten CMS. Zu beachten ist natürlich, dass die Performance Ihrer Website von vielen Faktoren abhängt, beispielsweise vom Hosting Provider oder von den Bildgrößen. Mit TYPO3 legen Sie aber eine saubere Basis für eine schnell ladende Website. WordPress im Gegenzug kann gerade bei Verwendung vieler Plug-ins Performance-Punkte einbüßen.

Runde 4: SEO

Suchmaschinenoptimierung ist für Ihre Website wichtig, um in Google für Ihre Zielgruppe sichtbar zu sein. Wenn Sie mit WordPress in den Suchmaschinen gefunden werden möchten, sollten Sie auf mindestens ein Plugin zurückgreifen. Zu den wichtigsten WordPress SEO-Plugins gehören Rank Math, The SEO Framework und Yoast SEO. Letzteres ist bei weitem die beliebteste Option. Das Plugin Yoast SEO hält mit wenigen Grundeinstellungen die wichtigsten Funktionen wie Indexierungssteuerung sowie einem individuellen SEO-Titel und SEO-Beschreibung bereit. TYPO3 benötigt ab Version 9 keine zusätzlichen Plugins und verfügt über alle wichtigsten SEO-Kriterien. Dazu zählen Meta-Daten, Canonicals, sprechende URLs, Sitemap.xml, Open Graph sowie Alt- und Title-Tags für Bilder. Über den Reiter "SEO" können diese Einstellungen vorgenommen werden.

Runde 5: Erweiterbarkeit

Bekanntlich verderben viele Köche den Brei. Dieser Spruch lässt sich leider auf die Funktionalität der Plugins von WordPress übertragen. Unzählige Erweiterungen mit Plugins, können die Ladegeschwindigkeit der Seite stark beeinträchtigen und im schlimmsten Fall sogar zu Fehlfunktionen führen. Des Weiteren steigt mit jedem Plugin die Wahrscheinlichkeit, bei zukünftigen Upgrades Probleme mit der Kompatibilität zu bekommen. Es empfiehlt sich daher, die Plugins mit Vorsicht zu wählen und die Anzahl so gering wie möglich zu halten. Auch bei TYPO3 gibt es zahlreiche Extensions, die dafür sorgen, dass das CMS individuell auf die jeweiligen Anforderungen zugeschnitten werden kann. Es verfügt allerdings bereits "out of the box" über einen deutlich höheren Funktionsumfang.

Runde 6: Benutzerfreundlichkeit

WordPress stellt mittlerweile ein modernes System zur Verfügung, mit dem Sie Content leichter verwalten können. Auch bei TYPO3 geht die Pflege der Inhalte ähnlich intuitiv vonstatten wie in WordPress. Die Änderungsmöglichkeiten sind jedoch weitaus granularer. Sie profitieren außerdem von einem Assistenten für Formulare und Tabellen, der Sie Schritt für Schritt zum gewünschten Ergebnis führt. Mithilfe einer Vorschau-Funktion können Sie sich Ihre Inhalte jederzeit im Frontend anzeigen lassen, ohne dass sie für andere sichtbar werden. Das Enterprise-Content-Management-System TYPO3 spielt hier in puncto Usability eine entscheidende Stärke aus und glänzt trotz komplexem Aufbau mit Benutzerfreundlichkeit und einem übersichtlichen Design.

Runde 7: Unterstützung für große Sites

Hat Ihre Website mehr als 100 Unterseiten? Gibt es eine Vielzahl an Mitarbeitenden, die auf das Backend zugreifen? Dann ist TYPO3 besser geeignet. Es bietet gerade Unternehmen mit einer komplexen Seitenstruktur ein wertvolles Instrument, um Ihre Digitalisierungsstrategie voranzubringen. Beschäftigen Sie sich in erster Linie mit dem Veröffentlichen von Blogs, haben nur wenige Seiten und wollen ein niedrigeres Gesamtbudget einhalten? In diesem Fall könnte WordPress das richtige CMS für Sie sein.

Runde 8: Multi-Sites und Multi-Language

Plant Ihr Unternehmen eine mehrsprachige Webseite oder betreibt gleich mehrere verschiedene Websites? Wenn Sie Ihre Seite einem größeren Publikum bekannt machen wollen und über eine sehr große Datenmenge verfügen, ist TYPO3 das richtige CMS für Sie. Es kommt problemlos auch mit hohen Datenlasten zurecht. WordPress kann bei Verwendung vieler Plug-ins abstürzen und Probleme mit hohen Datenlasten haben.

Runde 9: Schnittstellen & Integrationen

Benötigt die Seite eine SAP-Schnittstelle oder eine andere ERP-Integration? Mit TYPO3 gelingen Anbindungen an solche externen Systeme sehr gut. Es bietet ausgereifte Möglichkeiten, verschiedene Portale wie Intranet, Extranet oder Warenwirtschaftssysteme miteinander zu verbinden. 

Runde 10: Die Kosten

Beide Systeme sind grundsätzlich lizenzkostenfrei. Die meist etwas höheren Gesamtkosten bei TYPO3-Projekten wissen Kunden zu rechtfertigen, die langfristig in einen individuellen und professionellen Webauftritt investieren. Einrichtung, Änderungen und Updates sollten bei TYPO3 vom Profi übernommen werden. Bei WordPress kann es günstiger werden, weil mehr Aufgaben intern übernommen werden können.

Fazit

Pauschal lässt es sich schlichtweg nicht sagen, ob WordPress oder TYPO3 das richtige CMS für Ihr Projekt ist. 

Das Enterprise-Content-Management-System TYPO3 ist die bessere Wahl, wenn Sie für komplexe Projekte einen individuellen Webauftritt anstreben, mit dem Sie aus der Masse herausstechen. Neben der Sicherheit, die Ihnen TYPO3 gewährleistet, besitzt es eine Vielzahl an Skalierungsmöglichkeiten und ebenfalls eine unendliche Menge an Erweiterungen. 

TYPO3 setzt in den Bereichen Funktionsumfang, Individualisierung, Leistungsstärke und Internationalisierung klare Punkte und ist die richtige Wahl, wenn Sie auf ein professionelles System setzen möchten, das auch nach 10 Runden noch sicher im Ring steht.

WordPress hingegen kann sicher auf kurze Sicht schnelle Treffer setzen, muss sich jedoch in den Bereichen Sicherheit, Internationalisierung und Integrationen seinem Kontrahenten klar geschlagen geben. Bei komplexen Projekten, die über eine Vielzahl an Unterseiten verfügen, laufen Sie Gefahr, dass Wordpress auf lange Sicht die Luft ausgeht.

Je nachdem mit welchem Vorhaben Sie "in den Ring" steigen, sollten Sie sich Zeit für die Auswahl des passenden Content Management Systems nehmen und je nach Bedarf auf die Expertise eines Drittanbieters zurückgreifen.

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